Die fiktive Frau | Konstruktionen von Weiblichkeit in der deutschsprachigen Literatur | ISBN 9783866282834

Die fiktive Frau

Konstruktionen von Weiblichkeit in der deutschsprachigen Literatur

herausgegeben von Ana M Palimariu und Elisabeth Berger
Mitwirkende
Herausgegeben vonAna M Palimariu
Herausgegeben vonElisabeth Berger
Beiträge vonMonika Reif-Hülser
Beiträge vonEva Erdmann
Beiträge vonRobert G Elekes
Beiträge vonDragos Carasevici
Beiträge vonAndrei Corbea-Hoisie
Beiträge vonMartin A Hainz
Beiträge vonCristina Spinei
Beiträge vonDelia Esian
Beiträge vonLucia Cepoi
Beiträge vonLucia Nicolau
Beiträge vonRaluca Radulesca
Beiträge vonIoana Cracium
Beiträge vonMariana Lazarescu
Beiträge vonTanja Becker
Beiträge vonAna Cretu
Beiträge vonLaura E Mihaileasa
Beiträge vonCatalina Balinisteanu
Beiträge vonRamona Trufin
Beiträge vonAna M Palimariu
Beiträge vonIoan L Soare
Beiträge vonMihaela Zaharia
Beiträge vonLacramioara Petrescu
Beiträge vonAnneka Metzger
Beiträge vonElisabeth Berger
Beiträge vonRaluca Hergheligiu
Beiträge vonAdina L Nistor
Beiträge vonDaniela E Vladu
Beiträge vonCarmen E Puchianu
Beiträge vonAlexander Rubel
Beiträge vonIoana Rostos
Beiträge vonA Chiriac
Beiträge vonIulia E Zup
Buchcover Die fiktive Frau  | EAN 9783866282834 | ISBN 3-86628-283-4 | ISBN 978-3-86628-283-4

Die fiktive Frau

Konstruktionen von Weiblichkeit in der deutschsprachigen Literatur

herausgegeben von Ana M Palimariu und Elisabeth Berger
Mitwirkende
Herausgegeben vonAna M Palimariu
Herausgegeben vonElisabeth Berger
Beiträge vonMonika Reif-Hülser
Beiträge vonEva Erdmann
Beiträge vonRobert G Elekes
Beiträge vonDragos Carasevici
Beiträge vonAndrei Corbea-Hoisie
Beiträge vonMartin A Hainz
Beiträge vonCristina Spinei
Beiträge vonDelia Esian
Beiträge vonLucia Cepoi
Beiträge vonLucia Nicolau
Beiträge vonRaluca Radulesca
Beiträge vonIoana Cracium
Beiträge vonMariana Lazarescu
Beiträge vonTanja Becker
Beiträge vonAna Cretu
Beiträge vonLaura E Mihaileasa
Beiträge vonCatalina Balinisteanu
Beiträge vonRamona Trufin
Beiträge vonAna M Palimariu
Beiträge vonIoan L Soare
Beiträge vonMihaela Zaharia
Beiträge vonLacramioara Petrescu
Beiträge vonAnneka Metzger
Beiträge vonElisabeth Berger
Beiträge vonRaluca Hergheligiu
Beiträge vonAdina L Nistor
Beiträge vonDaniela E Vladu
Beiträge vonCarmen E Puchianu
Beiträge vonAlexander Rubel
Beiträge vonIoana Rostos
Beiträge vonA Chiriac
Beiträge vonIulia E Zup
Der vorliegende 13. Band aus der Reihe Jassyer Beiträge zur Germanistik ist in der Nachfolge der Tagung Peiformative Konstruktionen von Weiblichkeit in der „rumäniendeutschen “ Literatur nach 1945 in Jassy/Iasi von 5.12. und 6.12.2008, die aus einer Kooperation im Rahmen der Institutspartnerschaft der Universität Iasi und der Universität Konstanz mit Unterstützung des DAAD erwuchs, entstanden. Die internationale Konferenz versammelte Referenten aus Rumänien, Deutschland, Österreich, Kanada und verstand sich als wissenschaftlicher Austausch von Forschungen zu Frauenbildern in der deutschsprachigen Literatur des 20. und 2l. Jahrhunderts und ihrer Performanz.
Die in den letzten Jahren sich verstärkende Migration setzte auch die Vorstellung darüber, was Weiblichkeit ist / sein soll, zunehmend in Bewegung. Im Zuge allgemein wachsender Mobilität wurden nationale Identitäten gegen neue und sich immer neu bildende Rollen und Masken, die andere Kulturräume und -erfahrungen assimilieren, ausgetauscht. Die Veränderung der Erfahrungsräume richtet daher die Fragestellung neu aus: Mit welchen performativen Strategien wird Weiblichkeit in Szene gesetzt? Versuchen weibliche Figuren repressive Gegenfiguren oder Organisationen zu irritieren und eine herrschende Ordnung zu unterlaufen? Wie handeln diese Figuren ihre soziale Rolle aus? Dabei erweist auch die Rolle des Körpers bei der Konstituierung der Geschlechtsidentität sowie die geschlechtsspezifischen textuelIen Kodierungen als besonders relevant. Die Diskussionen schließen an die Körperdebatten in den Kulturwissenschaften an. Wie werden weibliche und männliche Körper konstruiert und vielleicht normiert? Dabei geht es implizit nicht nur um Beziehungen zwischen den Geschlechtern (männlich vs. weiblich), sondern auch um innergeschlechtliche Verhältnisse (wie zum Beispiel Beziehungen zwischen unterschiedlichen Generationen desselben Geschlechts, oder kulturelle und räumliche Differenzen).
Dazu wird sowohl die Literatur von Frauen, die also von Frauen verfasst werden kann, als auch Literatur über Frauen, die nicht nur aus der weiblichen, sondern auch aus der männlichen Perspektive geschrieben werden kann, analysiert, wobei der Unterschied Mann - Frau nicht immer der Opposition zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit zugrunde liegen muss. In anderen Worten: „Weiblich“ kann auch ein „Mann“ sein, ebenso wie „Männlichkeit“ nicht allein dem „Mann“ eignen muss.
Die Gestaltung des Bandes orientiert sich am Konzept der Tagung; drei funktionale Abgrenzungskriterien der Beiträge sind dabei von Belang: theoretische Einblicke, weibliche Identitäten in ihren jeweiligen zeitlich-räumlichen Literaturkontexten und Weiblichkeitsbilder als interkulturelle Identitäten.
Im ersten Teil werden Weiblichkeitsbegriffe aus philosophischer, politischer und semiotischer Perspektive verhandelt. Eine der Fragen dabei ist, wie die geschlechtliche Identität durch bereits existierende diskursive Ordnungen vorgeschrieben wird, wie sie sich präsentiert und sich politisch manifestiert.
Im Mittelpunkt des Interesses, dessen verbindendes Element die zeitlich-räumlichen Literaturkontexte sind, steht die Frage, auf welche Weise die performativen Merkmale der Weiblichkeitskonstruktion in den Texten der Bukowiner Autoren (Rose Ausländer, Gregor von Rezzori, Paul Celan), „rumäniendeutschen“ Autorinnen und Autoren (Andreas Birkner, Hans Bergei, Anemone Latzina, Rolf Bossert, Carmen Elisabeth Puchianu, Herta Müller) umgesetzt werden. Im darauffolgenden Kapitel wird das Selbstverständnis, mit dem die rumänische Autorin Carmen Francesca Banciu und der rumänische Autor Catalin Dorian Florescu aus ihrem rumänischen Blickwinkel deutsche Gegenwart verstehen, analysiert. Ein umfangreicheres Kapitel wird den modernen und zeitgenössischen deutschen und österreichischen Autorinnen und Autoren (Heinrich Mann, Ingeborg Bachmann, Martin Wals er, Ruth Klüger, Christa Wolf, Peter Handke, Bernhard Schlink, Barbara Köhler) gewidmet.
Abschließend werden diese Fragen durch die sprachlichen Interferenzen der aus der Genderperspektive befragten interkulturellen Literaturen (Elfriede Jelinek, Herta Müller, Tresa Rüthers-Seeli) erweitert. Ein Dokumente enthaltendes Kapitel schließt den dem Gender gewidmeten Hauptteil dieses Bandes ab. Ein Beitrag über Peter Huchel als politischen Dichter schafft den Übergang zum Rezensionenteil, in dem Neuerscheinungen zu Ernst Jünger, Rose Ausländer, Elias Canetti, Hedwig Brenner, Paul Celan, Herta Müller, Peter Handke und zum Konzept der Interkontextualität besprochen werden.